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Es
war einmal...
Ute
war eine ganz normale Frau, dachte sie zumindest, bis zu dem Tag, an dem
sie Holger traf. Dieser Holger, der sie vom ersten Augenblick an so
magisch anzog, den sie nicht mehr aus ihrem Gedächtnis brachte, ohne
genau zu wissen, warum...
Sie
erinnerte sich oft an den Tag, an dem sie ihn zum ersten Mal sah. Es war
ein warmer, beinahe schon heisser Sommertag, und wie so oft ging sie im
Wald, der gleich hinter ihrem Haus anfing, spazieren. Sie liebte es,
durch den Wald zu schlendern, den Vögeln zuzuhören und sich die Natur
anzusehen.
Sie
traf eigentlich selten Leute bei ihren Spaziergängen. Sie hatte schon
von Bekannten gehört, dass dieser Wald unheimlich sei. Vielleicht fühlte
Ute sich gerade deshalb so wohl dort.. Sie genoss die Stille, dieses Gefühl,
als sei sie weitab jeglicher Zivilisation. Manchmal schien es ihr in
diesem Wald,, als sei sie allein auf dieser Welt.
Damals,
an diesem Tag, als sie Holger traf, der ihr Leben so drastisch verändern
sollte, fühlte sie sich so. Allein. Nicht einsam, nur allein. Ein
angenehmes Gefühl. Mit sich und ihren Gedanken allein. Darum hörte sie
es vielleicht auch so gut. Sonst hätte sie dieses undefinierbare Geräusch
wohl gar nicht wahrgenommen. Was war das nur? Sie konnte sich nicht
erinnern, so was schon mal gehört zu haben. Es war eine Art scheuern,
raunen, dazu ein rascheln durch das Laub...
Jetzt
hörte sie es besser... da! Ein Pfeifen durch die Luft, dann ein Knall,
gefolgt von einem kurzen Stöhnen... Ute ging etwas schneller.... wurde
da vielleicht jemandem etwas angetan?
Immer
deutlicher hörte sie die Schläge, die durch einen Stecken oder etwas
ähnlichem herkommen mussten, denn sie hörte genau, wie es durch die
Luft zischte und dann mit einem Knall auf etwas niedersauste, was irgend
jemandem einen Schrei entlockte. Eine Frauenstimme hörte sie noch, die
etwas rief.
Als
sie dann näher herankam, sah sie, was da vor sich ging. So etwas hatte
sie noch nie gesehen.
Da
sass eine ziemlich grosse, nicht gerade schlanke Frau auf einem Mann,
der auf allen vieren unter ihr kniete und sich versuchte vorwärts zu
bewegen. Dazu knallt die Frau dem Mann immer mit einer Reitpeitsche auf
den Hintern. Und jetzt, da Ute genauer hinsieht, erkennt sie, dass die
Frau in einem Sattel sitzt, die Füsse in den Steigbügeln, die Schenkel
eng an den Körper ihres „Pferdes“ gedrückt. Dieses kommt kaum vom
Fleck, zentimeter um zentimeter arbeitet es sich durch den dreckigen
Waldboden vor, stöhnt unter dem Gewicht und den Schlägen seiner
„Reiterin“.
Ute
versteckt sich hinter einem Baum und verfolgt gebannt, was da vor sich
geht. Sie kann die Augen nicht von diesem Mann nehmen, der da durch den
Wald gehetzt wird.
Wieder
versucht er, sich fortzubewegen, hebt die linke Hand, will sie weiter
vorne absetzen, rutscht auf dem Laub aus, der rechte Arm knickt unter
dem Gewicht ein und nur mit Mühe kann er sich wieder aufrappeln, bevor
seine „Reiterin“ das Gleichgewicht verliert. In dem Moment dreht er
sich mit dem Kopf in Utes Richtung, und ihre Blicke treffen sich. Ute
erschrickt, fühlt sich ertappt und rennt davon. Ohne noch einmal zurückzuschauen
eilt sie nach Hause, wo sie sich nach Atem ringend aufs Bett wirft.
Ihr
Herz klopft noch immer, als sie merkt, dass es sich in ihrem Slip ganz
nass anfühlt. Sie tastet mit ihrer Hand in die Hose und bemerkt, dass
sie feucht ist wie lange nicht mehr. Entsetzt zieht sie die Hand zurück..
Das kann doch nicht sein. Es ist doch nicht möglich, dass sie diese
Szene von gerade so erregt hat...Das schockiert sie beinahe noch mehr
als das eben gesehene. Klar, sie war eine eher dominante Person, auch im
Bett, aber sowas...
Aber
wo die Hand schon mal da war.... Die Szene von vorhin noch klar im Kopf
fängt sie an, es sich selber zu machen. Und schneller und heftiger als
je zuvor spürte sie den Orgasmus, kaum dass sie sich angefasst hatte.
Es erschreckte sie wirklich, wie diese Szene auf sie gewirkt zu
haben schien. Was genau war das, was die beiden da gemacht hatten? Sie
kannte sich nicht so aus in der Fetisch-szene, wusste, dass es Leute
gab, die auf Leder, Lack oder Latex standen, auch von SM, Bondage oder
„Natursekt-spielen“ hatte sie schon gehört, aber das von eben, das
musste eine Art „reiten“ sein.
Ute brachte es einfach nicht mehr aus dem Kopf.. Sie erinnerte
sich daran, wie sie es damals im Judo-Kurs so gemocht hatte, wenn sie
einen Jungen auf die Matte bekam, und sass wohl immer etwas länger auf
ihm, als es wirklich nötig gewesen wäre... Auch ritt sie früher sehr
gerne, aber wohl nicht mehr und nicht weniger wie jedes andere Mädchen
aus ihrer Bekanntschaft. Aber mit Sex hatte sie all dies noch nie in
Zusammenhang gebracht.
Den
ganzen Abend studierte sie dieser Begegnung nach, die sie da im Wald
gehabt hatte, und hatte beinahe schon ein schlechtes Gewissen dabei,
dass sie das sexuell so erregte. Was für ein Zufall, dass am Abend, als
sie sich mit ihren Freunden in ihrem Stammkaffee traf, und ihre Freundin
Franziska sie fragte, ob sie am nächsten Tag mit ihr in die Reithalle
komme... Die hätten da morgen den Tag der offenen Türe, um Mitglieder
in dem Reitklub zu werben, in dem Franziska schon lange dabei war.
Ausserdem müsse sie doch endlich mal ihren Reitlehrer sehen, von dem
Franziska schon lange schwärmte.. Ute sagte zu, sie wollte sich selber
testen, ob sie das in Verbindung bringen würde mit ihren sexuellen
Phantasien,
wenn sie auf einem Pferd sitzt.
Am
nächsten Morgen war Ute sehr nervös. Sie kam sich vor wie eine
Verbrecherin, dachte, dass man ihr bestimmt von weitem ansehen würde,
dass sie nicht aus dem gleichen Grund wie all die anderen hier war. Als
sie die Reithalle betrat, dachte sie, in Ohnmacht fallen zu müssen. Sie
wollte rückwärts aus dem Gebäude rennen, aber ihre Füsse schienen
ihr buchstäblich am Boden angewachsen zu sein, denn sie konnte keinen
Schritt tun. Dort vorn, gleich neben ihrer Freundin, stand, in voller
Reitmontur, das „Pferd“, dass sie gestern im Wald getroffen hatte.
Franziska
kam ihr winkend entgegen, sie sah sehr gut aus in ihren engen Reithosen,
den Reitstiefeln und dem Reithütchen, unter dem sie ihre braunen Locken
zu einem Pony zusammen gebunden hatte.
Als
sie bei Ute war, flüsterte sie ihr ins Ohr: „ Siehst Du, der dort drüben,
bei dem ich gerade gestanden bin, das ist Holger, mein Reitlehrer.“
Ute konnte nur nicken uns liess sich von Franziska mitziehen, die ihr
das Pferd zeigen wollte, das ihr zum reiten zur Verfügung gestellt
worden war. Sie konnte den Blick nicht von Holger nehmen, der sie auch
gesehen hatte und ihr, als wären sie alte Freunde, zuzwinkerte. Ute überlief
es eiskalt, sie hatte das Gefühl, dass ihr Kopf wie eine rote Ampel glühe,
so sehr war ihr das ganze peinlich. Sie war froh, dass sie von Franziska
mitgezogen wurde, die unbekümmert vor sich hin plapperte und Utes
Verlegenheit gar nicht zu bemerken schien.
Als
sie später nach Hause kam, wandelte sich die Verlegenheit langsam in Ärger.
Es machte sie fast schon wütend, wie Holger ihr völlig unverfroren
zugezwinkert hatte, ohne dass es ihm anscheinend peinlich gewesen war.
Was dachte sich dieser Kerl eigentlich? Schliesslich hatte sie ihn
„erwischt“, und nicht umgekehrt. Doch ohne es sich zugeben zu wollen
wusste sie, dass er sie faszinierte. Wie er während den Reitstunden die
Mädchen angewiesen hatte. Wie er in der Mitte der Halle gestanden hatte
und die Peitsche knallen liess. Und gleichzeitig sah sie ihn noch vor
sich, wie er auf allen Vieren mit dieser Frau auf dem Rücken über den
Waldboden gekrochen und fast unter ihrem Gewicht zusammen gebrochen
war...
Utes
Träume in dieser Nacht waren noch verworrener als die vom letzten Tag.
Als sie am nächsten Morgen aufwachte, war ER das erste, woran sie
dachte, und den ganzen Tag über brachte sie IHN nicht mehr aus dem
Kopf. Da war der Reitlehrer mit dem strengen Blick auf der einen Seite,
und das „Pferd“ mit der schweren Reiterin drauf auf der anderen.
Beide Seiten erregten sie aufs äusserste. Also nahm sie allen Mut
zusammen und meldete sich für die Reitschule an. Sie musste diesen
Holger einfach wiedersehen.
Der
Gang in ihre erste Reitstunde war einer der schwierigsten, die Ute je
hinter sich gebracht hatte. Mehr als einmal war sie nahe daran,
umzudrehen und wieder nach Hause zu laufen. Als sie in der Reithalle
drin war, war sie sogar etwas stolz auf sich. Sie atmete nochmals tief
durch, richtete sich auf und betrat den Stall, aus dem sie Stimmen gehört
hatte. Und da stand er auch tatsächlich, umgeben von mehreren
schnatternden Teenagern, und schaute auf, als sie den Stall betrat.
„Oh, Du bist wohl die Neue?“ Kam er auf sie zu, sah ihr
schamlos in die Augen und streckte ihr die Hand entgegen :“Willkommen
im Team, ich bin Holger, Dein Reitlehrer.“ Und grinst sie auch noch
an! Wieder merkt Ute, wie sie rot wird, senkt den Kopf und grummelt :“
Hallo, ich bin Ute.“
„Also
dann hallo Ute.“ zwinkert ihr wieder zu!!!, „bist Du schon mal auf
einem Pferd geritten?“ und grinst sie skrupellos an.
Jetzt
reicht es ihr aber! Wenn er sich so schamlos benehmen kann, dann kann
sie das auch. Sie hebt den Blick wieder an und schaut ihm geradewegs in
die Augen: “Klar, auf Pferden schon. Ich möchte hier von ihnen nur
gerne neue Techniken erlernen.“ Und tatsächlich bringt sie ihn dazu, dass er
den Blick senkt.
„Soso,
möchtest Du...“ Schon hat er sich wieder gefangen und deutet ihr in
den Stall zu kommen. Er zeigt ihr ihr
Pferd und schaut ihr zu, wie sie es sattelt.
„So,
dann wollen wir mal in die Halle.“ Das
Pferd am Zügel, folgt sie ihm.
Die
Stunde, privat, nur Ute und Holger befinden sich in der Halle, beginnt.
Als sie sich auf das Pferd schwingt, sieht sie schon, wie Holger zu ihr
herüber schielt. Allerdings nicht mit dem geschulten Auge des
Reitlehrers, sondern mit dem geilen Blick eines Mannes. Es scheint ihm
zu gefallen, wie Ute sich in den Sattel schwingt. Jetzt traut sich auch
Ute, etwas frecher zu werden, und, ihm direkt in die Augen blickend,
meint sie unschuldig: „ Ein bisschen gross, so ein Pferd, nicht
wahr?“ Sie scheint ihn am rechten Fleck getroffen zu haben, denn
Holger wird tatsächlich rot und wendet sich leicht ab, ohne etwas zu
entgegnen. Als er sich umdreht, hat er sich schon wieder gefangen und
ist jetzt der dominante Reitlehrer, der Pferd und Reiterin Anweisungen
gibt und mit fachmännischem Blick ihr Können begutachtet. Wäre da
nicht die verbeulte Hose, man könnte meinen, er sei ein integerer Mann,
der nichts anderes im Sinn hat als aus ihr eine gute Reiterin zu
machen. Ute hat es entdeckt, Holger weiss, dass sie es gesehen
hat, und wieder scheint es ihm egal, wenn nicht sogar angenehm zu sein.
Er hetzt sie die ganze Stunde herum, Ute will ihr Können beweisen und
gibt ihr bestes, Holger lässt keine Sekunde locker, bis Reiterin und
Pferd schweissüberströmt die Stunde überstanden haben.
„So,“ meint er zum Schluss, „ jetzt pflege das Pferd, geh
duschen und dann komm noch mal in mein Büro.“ Ohne sie nochmals
anzuschauen wendet er sich ab und geht.
Eine
gute Stunde später klopft Ute an die Tür des besagten Büros und
tritt, ohne ein Herein abzuwarten, ein. „So, jetzt hast Du mich eine
Stunde lang herum gehetzt, ich würde sagen, jetzt bin ich dran, oder
wie siehst Du das?“ Die eine Hand in die Hüften gestemmt, in der
anderen noch das Reitpeitschchen, steht sie vor ihm und sieht ihn
herausfordernd an. „Dir war das Pferd wohl zu hoch?“ neckt er sie.
Also gut, Du bekommst Dein Privatpferdchen noch zu reiten. Der Jeep da
draussen ist meiner, setz Dich schon mal rein, ich komme gleich.“
Ute
braucht nicht lange zu warten, bis Holger nachkommt, sich hinters Steuer
setzt und ohne ein Wort zu sagen losfährt. Nach einer Weile fragt er
sie: „Hast Du das schon mal gemacht?“ „Nein,“ erwidert sie, aber
als ich Dich damals im Wald gesehen habe, hat mich das total angemacht,
und ich will jetzt mal sehen, ob mir das gefällt.“ Kurz darauf fährt
Holger in einen Waldweg ein, hält und stellt den Motor ab. Ute gefällt
dieses Spiel. Sie will jetzt dominant sein, will sagen, was er zu tun
hat. „Du tust, was ich Dir sage?“ fragt sie ihn noch zur Sicherheit.
Er nickt nur mit dem Kopf, ohne etwas zu sagen. „Dann steig aus dem
Auto und geh auf die Knie!“ Holger tut, wie ihm geheissen, kniet sich
auf den lehmigen Waldboden nieder und senkt devot den Blick. Auch Ute
steigt aus, sie macht nur schon diese Situation, mit einem ihr fremden
Mann mitten im Wald allein zu sein, und mit ihm machen zu dürfen, was
sie will, unheimlich an. Sie steht vor ihn, hat immer noch ihren
Reitdress an, stellt einen Fuss vor und befiehlt :“Erst leckst Du mir
die Stiefel sauber, sie sind noch immer ganz verschmutzt vom Stall und
dem Waldboden hier.“ Holger schaut kurz zu ihr auf, sieht ihr in die
Augen, doch Ute entgegnet seinem Blick, wild entschlossen, all das von
ihm zu fordern, was sie sich in ihren geheimsten Wünschen schon immer
erträumt hatte. Also macht er sich daran, mit der Zunge über ihre
Stiefel zu fahren. An der Stelle, wo er drübergefahren ist, blitzt der
Schuh, sie dreht ihn ein wenig, damit er besser an die dreckigen Stellen
rankommt, so lange, bis der ganze Stiefel blitzt. „So, das hätten
wir. Den zweiten Stiefel darfst Du nach unserem kleinen Ausritt sauber
machen. Wenn Du gut arbeitest, wird er nicht viel schmutziger sein als
der erste!“ Mit diesen Worten geht sie zum Wagen, holt Sattel und
Zaumzeug aus dem Kofferraum und beginnt, ihm das Geschirr anzulegen. Der
Sattel ist schwer, das Mundteil und die Steigbügel aus Metall, das
werden allein schon 10 Kilo sein, die sie ihm aufbürdet. Holger bleibt
brav stehen, geht auf alle viere, damit sie die Steigbügel einstellen
kann und lässt sich das Mundstück anpassen. Ute zieht es noch nicht so
fest an, sie ist sich noch nicht sicher, ob er sie überhaupt halten
kann. Als der Sattel sitzt und die Steigbügel auf der richtigen Höhe
sind, geht sie noch mal zum Wagen, holt ein Peitschchen und schliesst
den Kofferraum, bevor sie zurück kommt. Dann stellt sie den linken Fuss
in den Steigbügel, stützt sich darauf und setzt sich dann, erst ganz
vorsichtig, in den Sattel. Sie rutscht noch etwas darauf herum um das
Gleichgewicht zu halten, stellt dann auch den rechten Stiefel in den
Steigbügel und setzt sich bequem in den Sattel. Jetzt wird sie
unsicher. Mit dem Sattel und dem Zaumzeug trägt Holger momentan fast 80
Kilo auf sich, Ute allein ist schon 68 Kilo, ob er das wohl aushält?
Dann erinnert sie sich aber daran, dass die Frau, die sie damals im Wald
auf ihm gesehen hatte, bestimmt auch so schwer war, und traut sich, es
sich noch etwas bequemer zu machen. Während der ganzen Prozedur hat
Holger keinen Ton von sich gegeben, stand einfach nur da und liess sie
machen. Er hält sich gut auf seinen vier „Beinchen“, man sieht,
dass er ein trainiertes „Pferdchen“ ist.
„So,
dann beweg Dich mal!“
Langsam
beginnt Holger, sich vorwärts zu bewegen. Immer erst ein Arm, dann ein
Bein, kriecht er durch das Laub, den Kopf gegen Boden gesenkt. „Das
geht ja ganz gut, aber ist das alles, was Du an Tempo vorweisen kannst?
Ute versteht sich selber kaum, aber das Gefühl, diesen Mann unter sich
zu haben, auf ihm durch den Wald zu reiten, erregte sie immer mehr. Er
musste ihr volles Gewicht tragen, das Gleichgewicht halten und sich auch
noch bewegen...
Immer
besser gefiel ihr dieses Spiel, sie nahm das Peitschchen heraus und
liess es ein paar Mal durch die Luft sausen, um ihren Worten Nachdruck
zu verleihen. „Ich möchte hier eigentlich vorwärts kommen, aber in
diesem Schneckentempo stehen wir ja morgen noch am selben Fleck!“ Er
gab sich alle Mühe, schneller zu kriechen, und je schneller es ging, um
so mehr Spass hatte Ute. Sie spürte, wie er sich immer mehr anstrengen
musste. Jedes Mal, wenn er einen Arm hob, spürte sie, wie er zitterte
vor Anstrengung. Sie zog an den Zügeln, um ihm die Richtung zu weisen,
mitten durch den Wald, längst war da kein Weg mehr. Abgebrochene Äste,
Laub und Steinchen lagen auf dem Boden. Etwas weiter vorne sah sie einen
Baum, der wohl bei einem Sturm umgekippt war. Sie zerrte die Zügel
herum und genau auf diesen Baumstamm zu. Unterdessen hatte sie
angefangen, ihm mit den Sporen das Tempo anzugeben. Ab und zu stiess sie
ihm die spitzen Metallteile in den Bauch, was ihm jedes Mal ein Stöhnen
entlockte. Als sie kurz vor dem Baumstamm standen, riss sie die Zügel
zurück, bis seine Arme etwas vom Boden wegkamen und er stillstand.
„Sieh Dir das an!“ befahl sie ihm, und zeigte auf den Baumstamm.
„Da möchte ich gerne drüber!“ Er konnte nur einen kurzen Blick auf
das Hindernis richten, denn schon stiess sie ihm die Sporen wieder in
den Bauch und er musste weiterlaufen. Die Peitsche sauste auf seinen
Hintern, er spürte den Schmerz, stöhnte kurz auf und hatte doch schon
ein rechtes Tempo drauf, die ganze Last auf sich, gab er alles. Und er
schaffte es auch tatsächlich, über diesen Baumstamm zu springen. Auf
der anderen Seite allerdings landete er nicht wie geplant auf allen
Vieren, er konnte sich nicht auffangen und rutschte auf den Bauch. Ute
konnte gerade noch die Beine unter seinem Bauch wegziehen, während er
sprichwörtlich unter ihr zusammenklappte. Ute setzte sich auf, glitt
aus den Steigbügeln und stand auf. „Das war doch mal nicht schlecht für
den Anfang. Da vorne ist auch Dein Auto, wir haben einen schönen Kreis
gemacht. Sie setzte sich auf den Baumstamm, hielt ihm ihren *anderen
Stiefel hin und sagte: „Du weisst, was zu tun ist.“ Brav leckte er
ihr auch diesen Schuh sauber, bis er glänzte. Dann ging sie zum Auto,
setzte sich auf den Beifahrersitz und meinte über die Schulter noch:
„Beeil Dich mit dem ausziehen, ich möchte nach Hause.
Und
von diesem Tag an wusste Ute, dass sie jetzt wohl nicht mehr von sich
sagen konnte, dass sie ein normales Mädchen sei. Denn jede Woche
wiederholten sie ihre ganz privaten Reitstunden............
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